Binding 13 – Boys of Tommen #01
von Chloe Walsh || 983 Seiten || Buch 1 von 7 || Link zum Buch

Der Beginn einer epischen und unvergesslichen Liebesgeschichte
Er will sie retten. Sie will sich verstecken.
Sie ist zutiefst verletzt. Er ist entschlossen.
Das Schicksal führte sie zusammen. Die Liebe verbindet sie.
Johnny Kavanagh ist die Definition von beliebt. Er ist ein All-Star-Rugbyspieler mit vielen Freunden, was bedeutet, dass er eigentlich die vielen Vorteile seines Lebens genießen sollte. Was die Leute jedoch nicht wissen, ist, dass er mit einer schmerzhaften Verletzung zu kämpfen hat, die den großartigen Verlauf seiner Karriere stoppen könnte. Das bedeutet, dass er keine Zeit für Ablenkungen oder Fehler hat. Vor allem keine Zeit für eine Freundin.
Shannon Lynch wurde ihr ganzes Leben lang gemobbt. Sie ist schüchtern und würde sich lieber unsichtbar machen, um die Schule zu überstehen. Doch als sie für einen Neuanfang am Tommen College ankommt, lernt sie an ihrem ersten Tag auf nicht ganz so romantische Weise den berüchtigten Johnny Kavanagh kennen. Was folgt, ist eine komplizierte Freundschaft, die zu einer unbestreitbaren Chemie zwischen den beiden führt. Es scheint, dass Shannon den anonymen Status, den sie sich einst erhofft hatte, nicht aufrechterhalten kann. Aber vielleicht ist das ja in Ordnung?

Das Buch habe ich auf Empfehlung einiger Buchblogger gelesen. Und aus Erzählungen auch wohl in der BookTok Com sehr verbreitet. Es war das erste der Autorin, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe anfangs etwas überrascht geschaut, ob der hohen Anzahl an Seiten. Doch recht schnell wurde mir klar, warum das so ist. Die Autorin mag es, wenn der “Alltag” der Charaktere sich ausgiebig mit einbindet. Oft hat man ja “nur” das „Nötigste“, was eben auch die Geschichte voran bringt und nicht so das Nebenher, das interessant ist, aber nicht wichtig ist, um die Story weiter voranzutreiben. Das war sehr interessant, da ich dies noch nicht so oft in Büchern kennengelernt habe.
Was mir hier auch wieder gut gefallen hat, ich bin der allwissende Leser. Wir erleben die Geschichte von Shannon und Jonny aus beiden Sichten, nicht immer eins zu eins im Wechsel, aber so wie es sich in die Geschichte bindet.
Mir ist noch etwas aufgefallen, sehr schnell sogar und es hat sich wirklich durch die kompletten 700 Seiten gezogen. Sie nutzt das Wort “würg” in sämtlichen Varianten sehr ausgiebig. Ich weiß noch nicht, ob ich darüber lachen oder doch weinen soll. Ich wäre interessiert daran, ob es der Autorin selbst auch schon aufgefallen ist, ob es einen gewissen Grund hat, warum es vielleicht so sein sollte oder ob einfach das Lektorat geschlafen hat.
Die Protagonisten sind sehr jung, sehr sehr jung. Ich lese ja sehr viel New Adult allerdings doch etwas seltener Young Adult. Ich brauchte eine kurze Weile, um mich daran zu gewöhnen.
Was die beiden Protagonisten dieses und auch wohl des zweiten Bandes begleitet, ist der Gegensatz ihrer Familien. Johnny ist in behütetem Familienumfeld aufgewachsen, er hat Eltern, die sich lieben und die ihm die Privilegien des Wohlstandes bieten können, vor allem aber Sicherheit. Shannon dagegen hat Eltern, die sich streiten, die sich zwischenzeitlich trennen und wieder zusammenkommen. Ein Umfeld, das von Gewalt geprägt ist.
Was beide verbindet, sie haben mit Dingen zu kämpfen, von denen sie glauben, dass sie alleine damit fertig werden müssen. Zwei leidende Seelen finden zusammen und erkennen sich. Ein zartes Band zwischen Ihnen entsteht.
Der Charakter von Johnny hat mich direkt gefesselt, ebenso mag ich Menschen, die einen angeborenen Beschützerinstinkt haben, daher gab es natürlich direkt große Sympathiepunkte für den jungen Mann.
Shannon konnte leider nicht so glänzen, ja, sie hat es schwer und ja, sie ist ein Opfer ihrer familiären Situation. Im letzten Drittel des Buches, circa erwähnt sie es auch selbst, sie macht sich auch immer wieder dazu bzw. “suhlt” sich auch immer wieder darin. Schlimmer wäre es natürlich, wenn sie das nutzen würde, um Mitleid zu erhaschen und das für sich zu nutzen, also ein “hinterhältiger” Beweggrund. Dies ist hier nicht der Fall, dennoch mag ich so eine Art von Mensch nicht. Zumal war es dadurch auch etwas ermüdend, immer wieder diese Seite von ihr in Situationen zu lesen.
Mein Fazit ist, dass noch nicht alles irgendwie zu einem großen Ganzen wird. Es hat mich nicht vom Sofa gehauen, es fehlt noch etwas für mich. Aber ich werde die Reihe weiter verfolgen, zumal ich auch schon zwei weitere Charaktere kennenlernen durfte, dessen Geschichte kommen wird und deren Charaktere mich sehr neugierig gemacht haben. Da freue ich mich schon drauf.